Heimat- und Trachtenvereinigung “Huosigau” e.V.

Monatsarchive: April 2016

Eine Ära geht zu Ende

Jahreshauptversammlung der Heimat- und Trachtenvereinigung Huosigau mit Neuwahlen in Weilheim, Gasthof Oberbräu am 18.03.2016

Am 18.03.2016 fand im Gasthof Oberbräu in Weilheim die Jahreshauptversammlung des Huosigau mit Neuwahlen statt. Dazu hatten sich neben den Ausschussmitgliedern auch 77 Stimmberechtigte der angeschlossenen Vereine, sowie weitere Vereinsmitglieder versammelt. Gauvorstand Sepp Kaindl eröffnete die Sitzung in gewohnter Weise und begrüßte alle Anwesenden, besonders die 3. Bürgermeisterin der Stadt Weilheim, Frau Angelika Flock, sowie die Gauehrenmitglieder Rosemarie Sollinger und Hans Schmid.

Nach Genehmigung der Tagesordnung gedachten die Vereinsvertreter den verstorbenen Mitgliedern, besonders Lenz Häringer und Andreas Bischel, beide waren Mitglied im Heimat- und Trachtenverein Weilheim.

Als Vertreterin der Stadt Weilheim konnte die Versammlung die 3 .Bürgermeisterin, Frau Angelika Flock begrüßen, welche die besten Wünsche von 1. Bürgermeister Herrn Markus Loth übermittelte und auch ein Grußwort an die Anwesenden richtete.

In seinem Kassenbericht verwies Gaukassier Wolfgang Kurz auf der Ausgabenseite unter anderem auf Aufwendungen für das Huosigauzimmer im Trachtenkulturzentrum in Holzhausen und Kosten für Infomaterial, welches an der Landesversammlung in Amberg für die im Huosigau stattfindende Versammlung 2016 verteilt wurde. Des Weiteren schlugen Kosten für den Projekttag in Etting und Banner mit dem Gauwappen zu Buche.

Anschließend bat Kassenrevisor Stefan Aster die Versammlung um Entlastung des Gaukassiers und bedankte sich bei Wolfgang Kurz für die hervorragende und transparente Führung der Finanzen.

Die verschiedenen Sachgebiete berichteten anschließend rückschauend über deren Tätigkeiten. Volkstanzwart Roland Happach, 2. Gauvorplattler Roland Schormayer, Gaujugendvertreterin Barbara Lochbihler und Trachtenpfleger Hans Schmid legen Ihre Ämter nieder. Für deren intensive Arbeit an dieser Stelle ein herzliches Vergelt´s Gott! Für die nahe Zukunft sind u.a. im Bereich Mundart, Brauchtum, Laienspiel eine Ausstellung bei der Landesversammlung 2016 über die Huosi geplant. Das Sachgebiet Trachtenpflege ergänzt dies durch eine Übersicht der Gewänder-Vielfalt in unserem Gau. Sepp Kaindl bedankte sich bei allen Sachgebieten für die Darstellung der umfangreichen Aufgaben und gab lobend zu verstehen, dass der Huosigau durchwegs in seinen Sach- und Fachgebieten gut aufgestellt und auch auf Verbandsebene gut vertreten sei.

In seinem Bericht führte Sepp Kaindl bereits zuvor Erwähntes genauer aus und informierte über Neuigkeiten vom Landesausschuss in Raubling. 2. Gauvorständin Uschi Sieber gab eine Vorausschau zur Landesversammlung 2016 und informierte über die derzeitige Planung in Sachen Personalbeschaffung. Denn eine möglichst kostendeckende Ausführung der Veranstaltung sei nur mit tatkräftiger Unterstützung durch alle Gauvereine möglich.

Bei der Rückschau auf 12 Jahre als Gauvorstand wurde allen Anwesenden unweigerlich klar, dass an diesem Tag eine Ära zu Ende geht. Die Ära Sepp Kaindl, der viele Jahre die Geschicke des Huosigau als Vorsitzender leitete und nun sein Amt niederlegt, die Antwort darauf waren stehende Ovationen aller Anwesenden. Mit 76:0 Stimmen wurde die Vorstandschaft entlastet.

Für die Neuwahlen fungierten Günther Lederer, Franz Tafertshofer und Judith Buchner als Wahlausschuss.

Das Amt des ersten Gauvorstandes bleibt vorerst unbesetzt, da niemand der vorgeschlagenen Personen, dieses Ehrenamt annehmen wollte bzw. konnte. Satzungsgemäß bleibt daher der bisherige Vorsitzende im Amt, bis eine Nachbesetzung erfolgt. Hierzu wird in Kürze eine außerordentliche Sitzung einberufen, bei der die Delegierten einen neuen Vorsitzenden wählen müssen. Bleibt zu hoffen, dass sich bis dahin eine Lösung abzeichnet.

Für die kommende Amtsperiode von 3 Jahren wurden folgende Personen gewählt:
2. Gauvorständin Uschi Sieber, Gaukassier Wolfgang Kurz, 1. Schriftführerin Monika Bösl und 2. Schriftführerin Rosemarie Sollinger wurden jeweils in ihren Ämtern bestätigt. Als 1. Gauvorplattler wurden Rainer Steinhart und Gauvortänzerin Sofie Albrecht wiedergewählt. Das Amt des Gauvortänzers wurde neu besetzt mit Stefan Aster. Das Amt des 2. Gauvorplattlers bleibt vorerst unbesetzt. Das Sachgebiet Volkslied und -musik wird weiterhin durch Roland Kopf und seiner Stellvertreterin Rosemarie Sollinger bekleidet. Das Amt eines Musikwartes für Gesang ist derzeit unbesetzt. Die Gaujugend wird künftig vertreten durch 1. Barbara Gilg und deren Vertreter Magnus Happach und Sofie Albrecht.

Trachtenwartin Ulrike Promberger bekleidet das Amt für weitere drei Jahre, das Amt des 2. Trachtenwartes/-wartin bleibt vorerst unbesetzt. Mundart, Brauchtum, Laienspiel wird weiterhin vertreten von Xaver Kastl und Michael Promberger. Für das Internet ist weiterhin Helmut Luichtl zuständig. Für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit konnte wiederum kein Bewerber gefunden werden.

Der Gauausschuss wird komplettiert durch die drei Beisitzer Josef Braumiller, Margarethe Ginder und Ulrich Seebauer.

Als Revisoren wurden Roland Happach und Günter Lederer neu gewählt.

Zu den Veranstaltungen 2016/2017 sind die Gauwallfahrt am 24.04.2016 nach Andechs und die Huosigau Heimattage am 14.07. und 23.07.2017 in Menzing hervorzuheben.

Sepp Kaindl dankte am Ende der Versammlung allen Delegierten, weiteren Anwesenden und auch den Mitgliedern des „alten“ und „neuen“ Gauausschuss für deren Kommen und wünschte eine gute Heimreise.

Sofie Albrecht

 

Grußwort der Stadt Weilheim

Grußwort der Stadt Weilheim, vertreten durch die 3. Bürgermeisterin, Frau Angelika Flock, bei der Jahreshauptversammlung der Heimat- und Trachtenvereinigung Huosigau Weilheim, im Gasthof Oberbräu am 18.03.2016

Alles was dem Gaugebiet und dessen Bewohnern in Natur- und Menschenwerk, in Gewohnheit, Tracht und Sitte, in Sprache, Musik und Gesangeigentümlich ist, zu erhalten, zu pflegen und auszubauen“: So lauten die Ziele Ihrer Heimat- und Trachtenvereinigung. Mit Idealismus, Einsatzfreude und Sachkenntnis haben Sie alle sich Ihrer – ja, man muss wohl schon so sagen – Leidenschaft gewidmet. Sie investieren viel Freizeit, wenn es gilt, Tradition lebendig zu erhalten und Verschollenes wieder wachzurufen, das längst verloren geglaubt war Noch etwas schätze ich an Ihnen ganz besonders: Sie behalten Ihr Wissen nicht für sich, sondern versuchen, auch die Allgemeinheit, die Außenstehenden, für Ihre Ziele zu interessieren. Besonders erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang die Ausstellung „Huosi – Eine Spurensuche zwischen Lech und Isar“, die sie vom 10. Juni bis 07. August 2011 anlässlich der Ihres 100-jährigen Jubiläums im historischen Fischerbau den Besucherinnen und Besuchern boten. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle im Namen der Stadt Weilheim i.OB unserem Weilheimer Heimat- und Trachtenverein, der unsere Stadt bei den verschiedensten Anlässen –so auch bei der Bayerischen Woche in Narbonne – erfolgreich vertritt und Alt und Jung mit seinen Darbietungen erfreut. Der Drang nach Emanzipation gehört zu den prägenden Strömungen unserer Zeit. Das Streben, von Bindungen möglichst frei zu sein, die Geringschätzung des Überkommenden und der Wunsch nach Veränderung stehen im Vordergrund. Ob unter diesen Umständen überhaupt ein Klima herrscht, in dem ein Gefühl der Heimat wachsen und gedeihen kann, ist zu bezweifeln – auf den ersten Blick zumindest. Die Frage stellt sich: Lässt sich Heimat im Spannungsfeld zwischen Tradition und Fortschritt noch unterbringen, wo doch Flexibilität, Mobilität und Abschied von lieg gewordenen Gewohnheiten groß geschrieben werden?

Ich meine ganz klar: ja! Was zunächst wie ein Widerspruch erscheinen mag, ist keiner: Vielmehr wird gerade jetzt, im Zeitalter von Ferntourismus und weltweit offenen Grenzen, den Menschen deutlicher noch als früher bewusst, was es heißt, Heimat zu haben und eine Beziehung zum lokalen und regionalen Bereich, zu dessen Geschichte und zu dessen Brauchtum aufzubauen.

Darin sehe ich sogar eine besondere Chance. Denn als es für die Menschen kaum Möglichkeiten gab, den näheren Umkreis der Heimat zu verlassen, war die Verbundenheit mit ihr beinahe erzwungen. Die Heimat anderer zu besuchen, fällt heute nicht mehr so schwer. Gerade fern der eigenen Heimat empfindet man jedoch am stärksten, dass man unterwegs ist und wieder dorthin zurückkehren kann, wo man geistig wie körperlich zu Hause ist.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Heimatpflege nicht nur heute, sondern auch morgen von großer Bedeutung sein wird.

Ich möchte Ihnen allen ein herzliches „Vergelt´s Gott“ für die unermüdlich geleistete Arbeit aussprechen. Ich bin sicher, dass Sie diese auch in Zukunft mit dem gleichen Schwung und Einsatz aus Überzeugung und mit viel Freude fortführen.

„Treu dem alten Brauch!“ wünsche ich nun der heutigen Versammlung einen harmonischen Verlauf.“

Termine
  • 03.11.2018 19:00Starnberg - Herbst-Volkstanz
  • 09.11.2018 19:30Herbstgauversammlung
  • 10.11.2018 17:30Gau-Aktiven-Wertungsplatteln Losung 17:00 Uhr
  • 24.11.2018 16:00Probetermin Gaujugendgruppe
AEC v1.0.4
Sorgentelefon Ehrenamt
Die Bayerischen Staatskanzlei hat zur Unterstützung bei der Durchführung von Vereins- und Brauchtumsfesten ein „Sorgentelefon Ehrenamt“ eingerichtet. 089/12 22 21 2 Ein „Sorgentelefon Ehrenamt“ gibt es auch schon in mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten.