Heimat- und Trachtenvereinigung “Huosigau” e.V.

Monatsarchive: Juli 2018

Wir sind ganz vorne dabei!

Diessener Trachtenverein ist Botschafter für die neue Regionenmarke StarnbergAmmersee – 13. Lizenznehmer

DIESSEN – Freude beim Heimat- und Trachtenverein d‘ Ammertaler Diessen – St- Georgen [Huosigau]: Der 250 Mitglieder starke Verein ist ab sofort Markenbotschafter der neu gegründeten Regionenmarke „StarnbergAmmersee“. Diese eingetragene deutsche Wort- und Bild-Marke signalisiert ab Herbst auf allen Werbemitteln, Veröffentlichungen und Aktivitäten des Trachtenvereins dessen Zugehörigkeit zur Regionenmarke. Die Diessener Trachtler bestätigen damit ihre Verbundenheit zum Standort „als hochwertigen Lebens- und Wirtschaftsraum in direkter Nachbarschaft zu einer Weltstadt“. Damit dokumentieren sie vor allem ihren Markenschwerpunkt in der Förderung von Kultur und Tradition. Vorsitzender Magnus Kaindl und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Beate Bentele haben dem Lizenzgeber, der Gesellschaft für Wirtschaft- und Tourismusentwicklung (gwt) ihren Trachtenverein vorgeschlagen. In der Folge haben sie auch das umfangreiche Zertifizierungsverfahren durchlaufen und das Entscheidungsgremium überzeugt. Den Markenlizenzvertrag haben die Parteien letzte Woche unterschrieben. Damit ist der Trachtenverein bisher der 13. Lizenznehmer der Marke „StarnbergAmmersee“.

Der Lizenzgeber für die Regionenmarke ist die gwt, Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg mbH. Sie wurde am 1. Januar 2017 neu geschaffen. Die Regionalagentur entstand aus dem Zusammenschluss von Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Starnberg. „Die neue Regionenmarke soll das Bewusstsein für unseren Lebens- und Wirtschaftsraum fördern“, informiert Geschäftsführer Christoph Winkelkötter. Weiter möge das Wir-Gefühl gesteigert werden unter all denen, die hier leben und arbeiten – und damit soll auch die regionale Wertschöpfung neuen Stellenwert bekommen. Der Begriff „FünfSeenLand“ sei durch die „Region Starnberg Ammersee“ ersetzt worden im Sinne besserer Wahrnehmung des Tourismus.

Schon bei der Markeneinführung 2017 betonte Winkelkötter die Möglichkeit für Unternehmen, Vereine und Organisationen aus der Region, sich für das Tragen der Markenlizenz zu bewerben, „dafür müssen selbstverständlich bestimmte Kriterien erfüllt werden, die eine Jury bewertet.“ „Der Begriff ‚wert-schätzend‘, fährt Markenmanagerin Lena Hüttl fort, „ist schließlich keine leere Worthülse.“ Eine Bewertungskommission entscheidet, ob Antragsteller das Logo tragen dürfen. Der Fragenkatalog ist umfangreich und von 12 Themen müssen mindestens acht positiv das Gremium passieren.

Jury begrüßt Diessener Trachtenverein

Für den Trachtenverein hat Vorsitzender Magnus Kaindl den Verein in seiner Vielseitigkeit skizziert. Im anschließenden Fragenkatalog haben er und Beate Bentele Details über die Jugendarbeit, die Verbindungen mit dem Ausland (Tschechien, Schweiz, Italien, USA), das Trachtengewand in seiner Entstehung und seiner Wandlungsfähigkeit sowie über die musikalische Früherziehung, den laufenden Musikunterricht und die Ausbildung für öffentliche Auftritte beantwortet.  Die Vorträge sind durch Fotos vom Vereinsleben gestützt worden.

Die Jury setzte sich zusammen aus Bernhard Sontheim, Bürgermeister Feldafing; Manfred Walter, Bürgermeister Gilching; Michael Padberg, GF PTC Telecom GmbH, Vorstand UWS (Unternehmerverband Wirtschaftsförderung Landkreis Starnberg), Christoph Winkelkötter, Geschäftsführer gwt Starnberg; Klaus Götzl, Leiter Tourismus gwt Starnberg; Werner Schmid, Marketing und Personal gwt Starnberg; Markenmanagerin Lena Hüttl. Das Ergebnis erhielt der Trachtenverein schriftlich, unter anderem heiß es „ … Wir sind stolz, Sie als Lizenznehmer von StarnbergAmmersee aufnehmen zu können. Niemand verkörpert unseren Kernwert traditionsreich auf den ersten Blick so gut wie der Trachtenverein und erfüllt auf den zweiten Blick auch andere Kernwerte wie geistreich und erfinderisch, mit Ihren Ideen Heimat zu vermitteln und das alles in so erstklassiger Weise!“

Dass sich der Verein auf so wertschätzende Weise in seinem kulturellen Tun bestätigt fühlt, ist Anschub und Motivation für die Zukunft, vor allem auch für die aufwändige Vorbereitung des Jubiläumsjahres 2020, freut sich Magnus Kaindl. (2020 wartet Diessen im Sommer mit großen Festlichkeiten auf: 100 Jahre Trachtenverein, 50 Jahre Spielmannszug des Heimat- und Trachtenvereins, 45 Jahre Alphornbläser, Ausrichtung Bayerischer Löwe und Treffens historischer Trachten von Altbayern).

Noch ein Wort zum neuen Logo

Beim Regionen-Logo ging die agentur creativ 3 von dem Wort „wert-schätzend“ aus, welches die Kernwerte märchenhaft, geistreich, privilegierte Lage, traditionsreich, naturgesund, erfinderisch und erstklassig bündelt und somit die Unverwechselbarkeit der Region festhält. Weiter verkörpert das Logo Seen, Wasser und Natur als Klammer und Identifikationselement für die ganze Region. Somit sind Darstellung von Vielfältigkeit und Flexibilität im Erscheinungsbild und die Aufnahme der Positionierungswerte in die visuelle Sprache festgeschrieben. Passend dazu stehen die Farben Blau für die privilegierte Lage, das Grün symbolisiert den Begriff naturgesund und Gold steht für erstklassig. Diese Formulierungen werden durch die grafische Gestaltung zur Bildmarke gefasst, deren sieben Balken in blau und grün die Seen, Wälder und Wiesen spiegeln. Sieben Balken stehen auch für die sieben Positionierungswerte. Ihre Anordnung ist eine Abstraktion der Natur- und Seenlandschaft in reduzierte Form.

Text und Fotos © Beate Bentele

Das neue Logo: Diese Wort-Bild-Marke dokumentiert künftig neben dem tanzenden Trachtenpaar, dass der Diessener Trachtenverein jetzt auch Regionenbotschafter ist für die Regionenmarke „StarnbergAmmersee“

Strahlende Gesichter nach der Unterschrift: Lena Hüttl (Markenmanagerin), Christoph Winkelkötter (gwt-Geschäftsführer), Magnus Kaindl und Beate Bentele (Trachtenverein Diessen). (von rechts). Foto: Trachtenverein

DAHEIM IST, WO DEIN HERZ IST!

Heimatpreis Oberbayern: Heimatminister Albert Füracker verleiht sieben weiße Porzellan-Löwen

WEILHEIM – Großer Aufmarsch in Weilheim: Albert Füracker vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat – kurz der Heimatminister – hat die Stadthalle im oberbayerischen Weilheim gut gefüllt. Bei der Verleihung des Heimatpreises für Oberbayern überreichte er siebenmal den Porzellanlöwen. Für den Huosigau haben sich die Weilheimer Goaßlschnalzer vom Heimat- und Trachtenverein Weilheim über die Trophäe gefreut, was sie auch mit starker Anwesenheit, mit Vereinsmusikanten und einer Goaßl-Einlage bekundet haben.

„Heimat ist mehr als nur ein Ort. Es ist eine Lebensart, die in den Herzen der Menschen verankert ist. Zum bayerischen Heimatgefühl gehören Weltoffenheit, Fortschritt und Traditionsliebe. Mit dem Heimatpreis werden Menschen ausgezeichnet, die zu dieser besonderen Lebensart beitragen“, erklärt Albert Füracker die Aufmerksamkeit des Heimatministeriums, das derzeit immer wieder zu Ehrenveranstaltungen einlädt. Jüngst galt die Aufmerksamkeit den regionalen Heimatschätzen in nichtstaatlichen Museen, den 100 Heimatschätzen, sowie auch den schönsten Wirtshäusern. Dieser Tage läuft die Ausschreibung an für den Wettbewerb „Gütesiegel Heimatdorf 2019 und regionale Zukunftsprojekte sowie erfolgreiche Regionalmanagements in Bayern“.

Die Preisverleihung des Heimatpreises Oberbayern in Weilheim ist für den Minister ein Höhepunkt: „Heimat bedeutet mehr als die Schaffung von wirtschaftlich perfekten Rahmenbedingungen. Erst durch gemeinsame Tradition entsteht Zusammengehörigkeit.“ Dabei setzt Füracker aber auch auf Persönlichkeiten, die sich mit Verantwortungsbewusstsein, Leidenschaft und Kreativität für den Erhalt vor allem auch der Traditionen an der Schwelle zur Zukunft einsetzen. Deshalb freute er sich über seine Talk-Runde, die ihm nach Weilheim gefolgt ist. Mit viel Witz, Schlagfertigkeit und Oberpfälzer Charme präsentierte er eine Dame, „die bis vor Kurzem keiner kannte, aber ich habe dir prophezeit, dass dich bald ganz Bayern kennt“, stellte er Michaela Kaniber vor.  Die 41-jährige bayerische Landwirtschaftsministerin hat Markus Söder im März 2018 in sein Kabinett berufen.

Auch Wasi und der Schmidt Max sind dabei

Mit auf den braunen Sesseln saßen Skirennläufer Markus Wasmeier, der sich mit Leidenschaft seinem Schlierseer Heimatmuseum widmet und sich als „Gwandträger seit früher Jugend“ outete, sowie der bayerische Fernsehstar, der Schmidt Max, der ausschließlich Bairisch spricht. Ein gutes Team, das sich Füracker aufs Podium geholt hat, denn jeder für sich steht für Heimatpflege, Brauchtum und Traditionen im Kontext mit der Gegenwart oder auf dem Weg in die Zukunft. Füracker: „Es ist mir eine Ehre, Leute zu treffen, die Bayern in die ganze Welt hinaustragen.“ Da gings um das Heimatgefühl, das Überlieferte, die Sprache, das Gwand, die Leibspeis‘ …

Die Landwirtschaftsministerin antwortete auf die Frage nach dem Heimatgefühl, dass sie etwas ausholen müsse, weil sie zwei Seelen in ihrer Brust hat: Ihre Eltern sind als Gastarbeiter aus Kroatien nach Bayern gekommen. Sie selber ist in Deutschland geboren und am Stammtisch in der Wirtschaft der Eltern aufgewachsen. Für sie ist die bairische Sprache die Heimatsprache, die auch ihre drei Töchter – neben dem Hochdeutschen – sprechen. Daneben beherrsche sie natürlich auch Hochdeutsch und Kroatisch.

Bestickte Hosenträger und Lederhosn

Markus Wasmeier äußerte sich unter anderem zum Gwand, weil er in aller Regel immer mit bestickten Hosenträgern und der Lederhosn auftritt. „Das war meine Revolte, mein Trotz“, lachte er, „nie habe ich was anderes ang’habt“, erinnerte er an seine Alleinstellung in der Stadt, wo in den 1970-ern keiner was mit Dirndl und Lederhosn am Hut hatte. Weh getan habe ihm auch der Umgang mit dem Wohngefühl. Als die schönen alten Holzmöbel rausgeschmissen und durch Resopal ersetzt worden sind, war ihm klar: „Ich will das, womit ich aufgewachsen bin, behalten und erhalten.“ Wohl der erste Gedanke, einmal museale Schätze zu sammeln.

Der Schmidt Max, den alle aus dem Fernsehen kennen, vom Dampfnudel-Blues von Bergauf-Bergab und ähnlichem, gehört er zu jenen Persönlichkeiten der öffentlichen Wahrnehmung, die ausschließlich Dialekt sprechen. Kein Wunder, meint er, seit vier Generationen betreibe seine Familie ein Standl am Viktualienmarkt, da sei er eben mit dem Dialekt, mit der bairischen Sprache aufgewachsen. Lernen könne man die Mundart nicht, „man muss sie hören und aufnehmen.“ Er sei stolz, dass man an seiner Sprache die Zugehörigkeit zur Heimat erkennt.

Apropos Heimat. Zum Schluss gings um die Lieblingsspeis‘. Während der Schmidt Max ungeniert vom Schweinsbraten und d‘ Dampfnudeln schwärmte, die bruzzeln und zischen müssen, weil sie vorher nicht fertig sind, lobte der Wasmeier die Südtiroler Spezialitäten aus der Heimat seiner Frau. Hingegen Michaela Kaniber frank und frei sagt: „Ich mag alles, außer Rosenkohl und Rosinen – schaugt‘s einfach mei Figur an.“ Fassen wir die zweistündige Diskussion mit dem Schlusswort von Albert Füracker zusammen: „Daheim ist, wo Dein Herz ist!“

Begleitet von einer starken Politiker Riege – Siehe Foto – vorwiegend aus dem Bayerischen Oberland mit Landrat Thomas Karmasin aus Fürstenfeldbruck, MdL Reinhold Bocklet, Markus Loth, Bürgermeister aus Weilheim, MdL Alex Dorow, Bezirksrätin Alexandra Bertl, Heimatminister Albert Füracker, MdL Harald Kühn und Bundestagsabgeordnetem Alexander Dobrindt haben einen Porzellan-Löwen mit heimgenommen:  Vertreter vom Bauernhofmuseum Jexhof, der  Burschenverein Putzbrunn, die Fingerhakler vom Gau Auerberg, der Holzhacker- und Flößerverein 1865 Lenggries, die Werdenfelser Bergschafzüchter und der St. Georgs-Verein Traunstein.

Text und Fotos © Beate Bentele

Große Ehre für die Weilheimer Goaßlschnalzer

So etwas gibt es nicht alle Tage! Am Donnerstag wurde in der Stadthalle Weilheim festlich der Heimatpreis Oberbayern verliehen.

Nach einem Grußwort durch Finanz-und Heimatminister Albert Füracker wurde in einer Podiumsdiskussion der Begriff „Heimat“ von verschiedenen Seiten betrachtet. Neben dem Heimatminister waren unter anderem Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, der ehemalige Skirennläufer Markus Wasmeier, sowie der Schauspieler und Filmemacher Max Schmidt Teil der Gesprächsrunde.

Sieben Preisträger wurden mit dem „Heimatpreis Oberbayern“ ausgezeichnet. Das Bauernhofmuseum Jexhof, der Burschenverein Putzbrunn, die Fingerhakler Gau Auerberg, der Holzhacker- und Flößerverein 1865 Lenggries, der St. Georgs-Verein Traunstein, der Verein der Werdenfelser Bergschafzüchter und die Weilheimer Goaßlschnalzer gehörten zu den Geehrten.

Brauchtumspflege und Tradition würdigte Füracker in seiner Laudatio auf die Weilheimer Goaßlschnalzer, die 2003 gegründet wurden und seitdem Rege unterwegs sind, unter anderem in Narbonne/Frankreich, auf der grünen Woche in Berlin und auf der Weltausstellung in Mailand. Im Juni dieses Jahres hatten Sie die alljährliche Meisterschaft im Gruppengoaßlschnalzen ausgerichtet und wurden für ihr Engagement gelobt, das früher als Kommunikationsmittel der Fuhrmänner bekannte Goaßlschnalzen weiterleben zu lassen.

Bericht und Fotos © Franziska Zankl

Weilheim – Mit Präzision und Lautstärke

Am Samstag, dem 24. Juni 2018 fand die 29. Bayerische Meisterschaft im Gruppengoaßlschnalzen in der großen Hochlandhalle in Weilheim statt.

Aus 15 Gruppen sollte der neue Sieger ermittelt werden. Bewertet wurden Musikalität, Schwierigkeit des Stückes, sowie der Gesamteindruck der Gruppe. Unter der Schirmherrschaft des 1. Bürgermeisters Markus Loth begann um 10 Uhr der Wettstreit in der frisch renovierten Hochlandhalle. Die Vielfalt der Stücke und das hohe Niveau begeisterten die Zuschauer in der voll besetzen Halle.

Die Weilheimer Goaßlschnalzer starteten mit ihrem neuen Stück der „Lottchenpolka“ und ergatterten so den 14. Platz. Die Bewertung war alles andere als leicht. „Heute möchte ich nicht werten müssen“ hörte man von der Tribüne. Mit ihrem Stück holten sich letzen Endes die Goaßler aus Niklasreuth mit 13 Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Truchtlaching den wohlverdienten Sieg. Mit Präzision und Lautstärke konnten Sie sowohl die Wertungsrichter als auch das Publikum für sich gewinnen. Der Applaus und Jubel sprach für sich.

Bericht und Fotos © Franziska Zankl

Termine
  • 28.07.2018Kinder- und Jugend-Zeltlager
  • 08.09.2018 9:00Starnberg - Gwandmarkt Trachtengwand aus zwoater Hand
  • 15.09.2018 20:00Vorplattlerprobe
  • 29.09.2018 16:00Probetermin Gaujugendgruppe
AEC v1.0.4
Sorgentelefon Ehrenamt
Die Bayerischen Staatskanzlei hat zur Unterstützung bei der Durchführung von Vereins- und Brauchtumsfesten ein „Sorgentelefon Ehrenamt“ eingerichtet. 089/12 22 21 2 Ein „Sorgentelefon Ehrenamt“ gibt es auch schon in mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten.