Heimat- und Trachtenvereinigung “Huosigau” e.V.

Vereine

Vereinsbeiträge – Vorankündigungen – Berichte

Einladung zum Gartenfest der Obermenzinger Vereine

Am Samstag, den 16.07.2022 veranstalten die Freiwillige Feuerwehr München, Abteilung Obermenzing, der Burschenverein Obermenzing, die Würmtaler Blasmusik e.V. und der Trachtenverein „D´Würmtaler“ Menzing e.V. ein gemeinsames Gartenfest in Obermenzing.

Das Fest findet ab 13 Uhr am Zehentstadel Obermenzing (Zehentstadelweg 6, 81247 München) statt. 

Neben vielen Schmankerl vom Grill sowie hausgemachten Kuchen bieten die Vereine ein buntes Programm an, wie z.B. Feuerwehrschauübungen und Tanzauftritte. Für die Kleinen gibt es eine Hüpfburg sowie eine Spritzwand.

Ab 19 Uhr eröffnet der Burschenverein Obermenzing die Bar mit ihren legendären Cocktails.

Der Eintritt ist frei und das Fest findet bei jedem Wetter statt!

Bereits am Donnerstag, den 14.07.2022 veranstaltet die Würmtaler Blasmusik eine Serenade am Zehentstadelgelände. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. 

Über zahlreiche Besucher freuen sich die Obermenzinger Vereine

Text und Plakat: © Andrea Menzinger

Plakat Gartenfest

Das Ehrenamt – ohne das wäre der Verein heute nicht, was er ist!

Seit 1920 haben sich bereits Menschen mit den gleichen Interessen zusammengetan und gemeinsam andere Leute motiviert den Heimat- und Trachtenverein Dießen / St. Georgen voranzubringen und aufblühen zu lassen. Es wurde gemeinsam geplattlt, gedreht und getanzt, Theater gespielt und viele Auftritte organisiert. All dies würde es nicht geben, wenn nicht immer ein paar sagen würden „Pack ma’s an!“

Im Duden wird das Ehrenamt wie folgt beschrieben: „[ehrenvolles] (besonders öffentliches) Amt, das überwiegend unentgeltlich ausgeübt wird“ (Duden online, 2022). In der heutigen Zeit gibt es immer weniger Menschen, die gerne etwas für andere unentgeltlich tun und für eine Sache Verantwortung übernehmen wollen. Oft zählt nur noch das Materielle in unserer Konsumgesellschaft. Doch warum gibt es nun ein paar, die sich freiwillig und ohne Bezahlung für andere Gleichgesinnte einsetzen?

Eigentlich ist es ganz einfach! Es sind nicht die materiellen „Auszahlungen“, die man hierfür bekommt. Engagiert man sich als Jugendleiter in der Trachtenjugend, kostet das viel Zeit und Energie. Man bereitet die Proben vor, setzt sich zusammen, und überlegt, welchen Ausflug man mit den Familien gemeinsam machen kann. Es gibt Förderanträge zu stellen, Jugendaustausche zu planen und vieles mehr. Doch dann erhascht man Momente bei einem Auftritt oder auch in einer ganz normalen Probe, in denen man bei den Kleineren, aber auch den Jugendlichen merkt: „Hey, es hat gefruchtet!“ Der Tanz, das Musikstück mit Gesang und Orff-Instrumenten als Begleitung hört sich einfach super an, die Kinder haben Spaß und lachen, die Eltern bedanken sich, dass ihre Kinder so gut aufgehoben sind! Dieses Gefühl tut unglaublich gut, die Erfahrungen, die man während des Ausführens eines Ehrenamtes mitnimmt, aber auch was man selbst für sich und sein eigenes Leben lernt, kann einem niemand mehr nehmen. Das Schöne ist, dass man – gerade in der Jugendarbeit – die Kinder und Jugendlichen eine Zeit lang ihres Lebens begleiten darf und dabei auch ein paar Samen setzen darf, die womöglich aufgehen. Man kann ihnen Werte wie Geborgenheit und Brauchtum mit auf den Lebensweg geben und vor allem generationenübergreifende Gemeinschaft. Immer wieder bekommt man zu hören: „Der Trachtenverein ist wie eine zweite Familie!“ Kinder sind immer willkommen, Erwachsene können auch noch zu späterer Zeit dazukommen und die Tänze lernen.

Und so wären wir auch gleich bei den erwachsenen Mitgliedern im Verein. Auch hier geht es nur weiter, wenn sich Menschen dafür einsetzen, die größere Jugend oder die Erwachsenen zu motivieren, ihnen neue Ziele und Tänze schmackhaft zu machen und gemeinsam auf Feste und Ausflüge zu fahren. Das Tolle ist, jeder kann sich in dem Bereich mehr entwickeln, der ihm besonders liegt oder Spaß macht. Sei es einen neuen Plattler gemeinsam zu kreieren, einen neuen Tanz auszuprobieren, neue Figuren zu einem Tanz zu entwickeln, gemeinsam Dirndl zu nähen und und und. Das heißt, keiner muss es so machen wie sein Vorgänger, jeder kann in seinem Ehrenamt seinen kleinen persönlichen Fußabdruck hinterlassen, der den Verein weiterleben lässt und prägt. Und das macht das Ehrenamt so besonders!

Text: © Nadja Lindner

Zitate, warum die Mitglieder des Dießener Trachtenvereins gerne ehrenamtlich tätig sind:

„Ich finde das Ehrenamt toll, weil es Spaß macht, sich in einer Gemeinschaft mit gleichen Zielen zu engagieren. Die sozialen Kontakte und Freundschaften, die sich entwickeln, reichen dabei weit in das Privatleben hinein. Man hilft sich und ist füreinander da. Daumen hoch für das Ehrenamt.“

„Das Ehrenamt ist toll, weil man Sinn für Gemeinschaft entwickelt, die Kraft der Gemeinschaft spürt. Man stellt Dinge auf die Beine, die alleine unmöglich erscheinen und jeder ist von sich heraus motiviert. Die Motivation ist hierbei, nicht Geld oder den Familienstatus zu erhalten. Man spürt die Loyalität und die Leidenschaft.“

„Für mich macht Ehrenamt aus, gemeinsam mit Freunden was zu schaffen. Gleichzeitig bekommt man viel mehr als Geld zurück.“

„Ehrenamt bedeutet für mich, jemandem etwas Neues zu zeigen und zu ermöglichen. Gerade im Ehrenamt mit Kindern und Jugendlichen bekommt man so viel zurück. Ich kann die Kinder in ihrer Entwicklung begleiten und ihnen wuchtige Werte mit auf den Weg geben. Aber man sieht auch, dass unser Verein für den sozialen Umgang sehr wertvoll ist. Zudem kann ich einfach alle Altersgruppen zusammenbringen und für ein Miteinander sorgen.“

„Mir persönlich hat unser Verein sehr viel gegeben. Er ist wie eine zweite Familie für mich. Und das Ehrenamt hat mich in meiner persönlichen Entwicklung sehr weit gebracht. Es hat mich reifer und selbstbewusster gemacht und ich durfte meinen Horizont erweitern und lernen, über meine Grenzen zu gehen. Das Ehrenamt gibt mir persönlich sehr viel!“

39 Ehrungen beim Trachtenverein Dießen / St. Georgen – 21 Ehrungen beim Spielmannszug

Die tragenden Säulen eines Vereins

Im März werden nach zwei Jahren Pause endlich langjährige Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins D’Ammertaler Dießen / St. Georgen geehrt. Eigentlich sollte dies schon längst geschehen sein, doch die zwei Jahre Pandemiepause machten es nicht möglich. Umso größer war die Freude, als man sich gesammelt mit Alt und Jung im März im Gasthof Drexl in Raisting traf und in einem festlichen Rahmen mit Auftritten der Trachtenjugend, der aktiven Tänzer sowie des Spielmannszugs langjährige Mitglieder, aber auch Mitglieder mit besonderem Engagement für den Verein auszeichnete.

Der Heimat- und Trachtenverein Dießen / St. Georgen besteht aus 261 passiven und aktiven Mitgliedern. Alle sind wichtig, jeder Einzelne macht den Verein aus und ohne diese Unterstützung gäbe es keine über 100 Jahre Vereinsarbeit, keine Jugendproben, keine Musiker und vieles mehr. Aus diesem Grund trafen sich alle nachmittags beim Wirtshaus Drexl. Ein wunderschöner Anblick im vollen Saal die bunten Trachten und alle Generationen endlich wieder so zusammensitzen zu sehen! Die Trachtenjugend eröffnete den Festakt mit einem lustig einstudierten Lied, dem „Sprungbrettl“, welches mit den Orff-Instrumenten begleitet wurde. Dabei musste dann doch der ein oder andere im Publikum lachen, als das Sprungbrettl am Ende bei einer kleinen Maus bricht. Andreas Huber, der erste Vorsitzende des Trachtenvereins, begrüßte im Anschluss daran alle Gäste, unter welchen auch die erste Bürgermeisterin von Dießen, Sandra Perzul, sowie ihr Stellvertreter, Roland Kratzer und die Gemeinderätin, Hanni Baur, aber auch der Gauvorstand der Trachtenvereinigung Huosigau, Florian Vief, mit einigen Ausschussmitglieder sowie Andreas Wachs, der stellvertretende Landesjugendvertreter der Bayerischen Trachtenjugend, anwesend waren. Und so wurden zunächst langjährige Mitglieder für 25, 40, 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft von Andreas und Claudia Huber, der zweiten Vorsitzenden, für ihre Verdienste ausgezeichnet. Die Bürgermeisterin unterstützte hier tatkräftig und steckte feierlich die Ehrnadeln an.

25 Jahre: Reinhard Friedl, Herbert Wammetsberger, Tanja Stranninger, Paul Patermann, Christiane Grenner, Manfred Roßmeier, Rosemarie Roßmeier, Martin Hinterbichler, Nadja Lindner, Marianne Renner.

40 Jahre: Werner Forstner, Cornelia Handl, Fritz Kemmetter, Irmgard Kemmetter, Hilde Kleiser, Claudia Huber.

50 Jahre: Werner Lukas, Frieda Schwarz, Albert Hinterbichler, Barbara Huber, Helene Kaindl.

60 Jahre: Maria Huber.

Doch nicht nur eine lange Mitgliedschaft wird belohnt. Nach weiteren lockeren Auftritten der Trachtenjugend und der aktiven Tänzer wurden verschiedene Personen zu Ehrenmitgliedern ernannt, die den Verein auf besondere Art und Weise unterstützen. Mitglieder, auf die man immer zählen kann und die immer da sind, wenn es brennt, wenn musikalische Verstärkung gefragt ist, wenn es etwas zum Aufbauen oder zum Nähen gibt. Und das sind nur ein paar sehr wenige Anlässe, die hier genannt sind. Ein großer Dank gebührt all denjenigen noch einmal in besonderem Maße:

Manfred Helmer, Annemarie Huber, Angelika Link, Helene Kaindl, Wilhelm Lukas, Brigitta Mennerstorfer, Eva Patermann, Manfred Roßmeier, Rosemarie Roßmeier, Edeltraud Scheidl, Erich Stranninger (siehe Foto).

Im Anschluss an die Ehrungen des Trachtenvereins selbst erhielten fünf Mitglieder das Gauehrenzeichen der Trachtenvereinigung Huosigau für ihre besonderen Verdienste in der trachtlerischen Vereinsarbeit. Florian Vief, der erste Gauvorstand überreichte gemeinsam mit der zweiten Gauvorständin Uschi Sieber und dem Gaukassier Wolfgang Kurz das Gauehrenzeichen in Bronze an Albert Hinterbichler, Claudia Huber und Magnus Kaindl. Das Gauehrenzeichen in Silber bekam Florian Vief, Doch auch das Gauehrenzeichen in Gold wurde verliehen. Peter Kaindl, der sehr lange in der Vereinsarbeit im Jugendbereich, aber auch in vielen anderen Bereichen tätig war und auch heute noch jeder Zeit mit seinem Wissen für Fragen zur Verfügung steht, nahm mit Stolz diese Ehrung entgegen.

Und dann kam der Höhepunkt an diesem Nachmittag. Eine kleine Überraschung, die in vollem Maße gelungen ist. Der stellvertretende Landesjugendvertreter vom Bayerischen Trachtenverband Andreas Wachs ergriff das Wort und bat unseren Jugendmusiker Albert Hinterbichler nach vorne. Dieser ist schon seit vielen Jahren in der Jugendarbeit tätig und unterstützt, wo er kann. Bei den wöchentlichen Jugendproben spielt er fast immer Ziach, wenn die Jugendleiter für ein Weihnachtsstück Verkaufsbuden brauchen, baut er diese. Geht es auf Ausflüge, ist er immer als Betreuer dabei und packt mit an. Beim Jugendwertungsplattln gibt er sein Bestes für die Kleinen und begleitet sie musikalisch bei diesem Wettkampf. Er ist also immer da, wenn er gebraucht wird. Eine Selbstverständlichkeit und Überzeugung. Aus diesem Grund erhielt Albert Hinterbichler an dem Tag die Ehrurkunde für besondere Verdienste in der Jugendarbeit in Gold überreicht. Auf das hin folgten viele Emotionen, ein langer Beifall und alle waren sichtlich gerührt.

Daraufhin zeigte auch der Spielmannszug sein Können. Im Anschluss daran fanden die Ehrungen des Spielmannszugs statt, der ebenfalls einiges nachzuholen hatte. Auch hier gibt es viele langjährige Mitglieder, sei es aktiv oder passiv, die immer gerne unterstützen, wo es geht. Florian Vief als erster Vorsitzender des Spielmannszugs Dießen überreichte voller Freude die Ehrungen.

10 Jahre:

Michael Promberger, Franz Schranner sen., Anna Schranner, Jürgen Zirch, Heidemarie Zirch

25 Jahre:

Kerstin Enzi, Hans-Peter Patermann, Martin Schuster, Waltraud Elsäßer, Reinhard Friedl, Maria Scheidl, Herbert Wammetsberger

40 Jahre:

Michael Zanantonio, Brigitte Stranninger, Irene Mathauser

50 Jahre:

Maria Nachtmann, Maria Huber, Ignaz Zanantonio, Josef Kaindl, Peter Kaindl, Helene Kaindl

Zusammenfassend kann man sagen: Das war ein absolut gelungener Ehrnachmittag. Viele Emotionen, viele Menschen, auf die der Verein stolz sein kann: 39 Ehrungen beim Trachtenverein, 21 Ehrungen beim Spielmannszug. Auf dass es in den nächsten 100 Jahren so weitergeht.

Text und Bilder: © Nadja Lindner

Ernannte Ehrenmitglieder mit den Vorsitzenden

Ernannte Ehrenmitglieder mit den Vorsitzenden

Albert Hinterbichler Ehrung in Gold für besondere Verdienste in der Jugendarbeit

Albert Hinterbichler Ehrung in Gold für besondere Verdienste in der Jugendarbeit

Gauehrenzeichen in Gold Peter Kaindl

Gauehrenzeichen in Gold Peter Kaindl

Moasawinkler beim G7-Empfang

Drei junge Moasawinkler-Trachtler waren bei der Abordnung der bayrischen Trachtler als Empfangsdelegation am München Flughafen.

Sie standen Spalier, als die Staats-Chefs der 7 wichtigsten demokratischen Länder (G7) in Bayern gelandet sind. Die wichtigsten Staatmänner der westlichen Welt persönlich und sehr nahe in Augenschein zu nehmen, ist nicht vielen Leuten vergönnt.

Anja und Lena Mayer, sowie Luis Pöller, alle in führender Funktion bei den Aktiven und der Jugend bei de Moasawinkler tätig, nahmen sich einen ganzen Tag frei, um einen unvergesslichen Tag zu verbringen. Für alle drei Mammendorfer ein einmaliges Erlebnis, lang und anstrengend, aber unvergesslich, so berichteten sie übereinstimmend.

Bericht: © Pressewart Sepp Eberle
Fotos: © Moasawinkler Mammendorf

Moasawinkler Mammendorf – zu Gast in der Oberpfalz!

Ein Deutsches Trachtenfest in Bayern – ein Heimspiel und die einmalige Gelegenheit alle deutschen Trachten hautnah zu erleben – das war der erste Gedanke, als vor Monaten die Einladung zum DTF in Bruck in der Oberpfalz, ausgetragen durch den Volks- und Gebirgstrachtenverein „Enzian“ Bruck e.V. herein flatterte.

Die Trachtler aus Mammendorf überlegten nicht lange und sagten spontan zu. Dass sich der Reisegruppe auch noch Vertreter des Huosigaus anschließen würden war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Auch eine Stadtführung in Regensburg in Mundart wurde später organisiert.

Das Fest, veranstaltet vom 17.06.2022 bis 19.06.2022 fand perfekt organisiert und mit tausenden Teilnehmern und Zuschauern unter malerischer und historischer Kulisse des Ortes Bruck in der Oberpfalz bei bestem Kaiserwetter statt.

Der Festzug war mehrere Kilometer lang, fast 130 Gruppierungen zeigten stolz ihre Tracht.

Und die beste Nachricht zum Schluss – das nächste Deutsche Trachtenfest findet wieder in Bayern statt – vom 7. – 9. Juni 2024 in Wangen im schönen Allgäu.

Text und Fotos © Vorstand Moasawinkler

„Mitanander feiern!“ …

so heißt es Ende Juli bei den Festtagen am See.

Der Heimat- und Trachtenverein Dießen/St. Georgen und der Spielmannszug feiern Jubiläen nach

Vom 27.-31. Juli 2022 feiert der Heimat- und Trachtenverein „D’Ammertaler“ Dießen/St. Georgen e.V. sein 100-jähriges sowie der Spielmannszug sein 50-jähriges Jubiläum nach. Gefeiert wird am Festzeltplatz in den Seeanlagen mit bewirtetem Festzelt, einem Trachten- und Handwerkermarkt mit breitgefächertem Angebot, guter Musik, Tanz und Tradition.

Im Jahr 2020 jährte sich der Gründungstag des Dießener Trachtenvereins zum 100. Mal sowie der des Spielmannszugs – eine Sparte des Hauptvereins – zum 50. Mal. Ein fünftägiges Festprogramm und viele andere Veranstaltungsformate waren über das Jahr geplant. Dann kam das Coronavirus und alles wurde abgesagt. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben und deshalb wird die aufregende und erlebnisreiche Vereinsgeschichte dieses Jahr in Form eines vielfältigen Festes, den Festtagen am See, unter dem Motto „Mitanander feiern!“ gewürdigt.

100+2 Jahre – das kann nämlich nicht jeder von sich behaupten! Doch der Dießener Trachtenverein darf sich glücklich schätzen, da seit der Vereinsgründung Brauchtum, Heimat- und Trachtenpflege, Volkstanz, Schuhplattln sowie Musik in den unterschiedlichsten Varianten immer wieder an die jungen Generationen weitergegeben wurden und stets wird.

Auch der Spielmannszug des Trachtenvereins hat jeden Grund zu feiern: 50+2 Jahre gemeinsames Musizieren! Eine lange Zeit, die geprägt ist von Veränderungen, wie man vor allem in den letzten beiden Jahren miterleben konnte. Zunächst existierte lediglich ein Trommlerzug, der sich im Laufe der Zeit auch auf andere Instrumente erweiterte und sich heute mit Trompeten, Piccolos, Lyra und verschiedenen Trommeln in der Öffentlichkeit präsentieren kann.

Genauere Informationen hierzu folgen gesondert mit Ankündigungen in Presse und Social Media. Die Festtage am See bieten für jedermann von Klein bis Groß, von Jung bis Alt etwas. Barbetrieb gibt es an allen Tagen. Auf folgendes Festprogramm können Sie sich freuen:

Mittwoch, 27. Juli: Heimathitkonzert von Radio Oberland mit den Bands VoixxBradler und D’Hundskrippln – Kartenvorverkauf ab sofort auf www.trachtenverein-diessen.de

Freitag, 29. Juli: Jubiläumsabend – Bayerischer Tanzabend mit der Hochberghauser Blasmusik. Der Trachtenverein Dießen und der Trachtenverein Raisting feiern mit Paten und Partnervereinen aus Bayern, Tschechien und den USA ihre Jubiläen.

Samstag, 30. Juli: Tag der Musik – Ab 10 Uhr musikalische Unterhaltung mit verschiedenen Gruppen, nachmittags bayerische Märchenbühne, abends zum Jubiläum des Spielmannszuges Standkonzerte mit Sternmarsch sowie ein Musikwettstreit

Sonntag, 31. Juli: Treffen der historischen Trachten mit Festgottesdienst und Festumzug

Zudem findet am Samstag, den 30., und Sonntag, den 31. Juli, jeweils von 10-18 Uhr ein Trachten- und Handwerkermarkt mit rund 50 Ausstellern statt, bei dem es Tradition zum Anfassen sowie Handwerk zum Erleben gibt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.trachtenverein-diessen.de !

Text ©: Nadja Lindner

Fotos ©: Anja Bach

100 Jahre jung – D’Paartaler Merching

„D’Paartaler“ Merching – 100 Joahr jung

Mit 100 is ma nimm‘r jung,
es loßt aös noch, es faöht da Schwung,
Des hoaßt, des muasch erschtmö daläiwa,
de meischtn tuan friahra scho an Löffl abgäiwa.

Doch dass ma mit 100 jung ka no sei,
des siacht ma an unserm Trachtenverei‘.
Der werd aufs Neie jung immer wied‘r,
durch, und zsam mit seine Mitglied‘r.

100 Joahr jung sin mir Paartaler hei‘r,
drum machma fiar, und mit eich a Fei‘r.
Mir feira o s’Gaufescht mitm Huoasigau zsam,
und freia uns, dass mir den Zuaschlag kriagt ham.

Unser Verein hot sein Nama, daes is it schwer,
vo da Lage vo Marching im schiana Paartal her.
Kulturell ghera mir do zum groaßn Verbund,
namens Läichrua, vo Tirol bis noch Augschburg drunt.

Uns Paartaler, ma siacht’s it aufn erschtn Blick,
verbindt mit da Paar a vergleichbars Gschick.
Und so loßt si anhand vo der iahrm Verlauf,
de Gschicht vo uns Paartaler zoaga reacht guat auf:

In da Näach vo Schlouß Kaötabarg, am Afang ganz klua,
entschpringt de Paar, und fliaßt Richtung Nordn zua.
Vo‘ra Quöüa zum Rinnsal werds auf iahra Roas,
dann zu am Bach und am Fluß wia ma woaß.

Und sao ähnlich is o mit uns Paartaler ganga,
wia zwaöf junge Burschn den Verein hawa agfanga.
Schnöu sin de Trachtla an Mietgliad‘r wora reich,
hawa gfeirt noch zwoa Joahr Schtandartaweich.

De Bloskapaöa Obbmaring aös schtet‘r Begleit‘r,
hot blosa uns Paartaler an Marsch froah und heit‘r.
Und so is aös gloffa, wia mas si‘s wünscha blos ka,
doch manchmö wurft uan was aus d‘r Bah‘.

De Paar mäandert in Sealaruah,
auf iahrm Weg dem groaßn Läich zua.
Sie fliaßt direkt an unserm Trachtnheim vorbei,
und tritt bei Mering ins Läichtal dann ei.

Es lofft aös drauf naus, dass bei am normala Verlauf,
da Läich irgendwann nimmt de Paar in si auf.
Doch dann kurz vor Fribberg, nimmt a Wendung de Gschicht,
wia de Paar ganz unverhofft de Läichleitn durchbricht.

Sie ändert ihrn Lauf, ausm Himml heit‘r,
und fliaßt in a ganz andre Richtung weit‘r.
Vom Läich entfernt sie si immer mehr,
und schteiert ganz unerwart auf’d Donau dann her.

Da Kriag war für an jedn weit und breit,
genau wia für uns Paartaler a schwere Zeit.
Des Vereinsläiwa ham‘r praktisch eischtaöa kenna,
und miassa uns vo öüf Kameradn trenna.

Dann ham‘r in unserm aötn Heim,
waega Besitzerwechsel nimma kenna blei’m.
Mir hawa uns dann durchgfrett Joahr um Joahr,
bis da Traum vo am Neibau wora is woahr.

Wia überaö hots o bei uns amö was gäiwa,
und leid‘r sin imm‘r tiafa wora de Gräiwa.
Ma hot einfach nimm‘r gfunda zsam,
so dass si etliche vo uns losgsagt ham.

Sie hawa gründt an zwoatn Verein im Ort,
und aös Bayermünchinger glebt trachtlerisch fort.
Und so präiga aö zwoa Vereine seit dera Zeit,
über Marching naus de Trachtnlandschaft bis heit.

De Paar, zu am schtattlicha Gwässer agschwöa,
tuat inzwischn zu de Fliß scho zöa.
Sie schlänglt 134 Küomet‘r ihr Band,
dann weit‘r durchs Wittlsbach‘r Land.

De boarischn Herrsch‘r mit 1000-jähriger Gschicht,
ham domöüs im Paartal ihrn Schtammsitz erricht.
De Paar mündt schliaßli mit „Iller, Lech, Isar, Inn“,
in guad‘r Gsaöschaft „rechts zur Donau hin“.

So sin o mir Paartaler imm‘r weit‘r gwachsn,
da Verein hot zaöht aöwaö mehra Haxn.
Und schliaßli sin o mir in a‘n groaßn Schtrom gmündt,
und hawa uns mit‘m Huosigau verbündt.

De Paar kunnt über vü Begnunga berichtn,
und genau wia bei iahra gibt’s o bei uns vü Gschichtn.
Schaug ma no auf des ua od‘r andre Stuck,
und geah in da Zeit nomml a bissla zruck.

Mit de Hofschtett‘r sin ma seit da Schtandardn verbandlt,
1927 hawa mir uns für Mering zum Patn gwandlt.
1932 steah sie uns bei da Fahnaweich zur Seitn,
bei da neia tuan uns d’Ismaning‘r 2002 aös Pate begleitn.

Mir hawa no für Menzing und Bruck dürfa s’Patenamt übernäihma,
leid‘r is bei de Brucka scho zur Vereinsauflösung käimma.
Ma siacht, ma darf lossa kua bissla it luck,
sonscht hauts di ganz schnö meilaweit zruck.

Seit über 70 Joahr hawa mir Paartaler quasi a Gschpusi,
de Vereinskapaöa Stuadarf macht seitdem für uns d‘Musi.
De Paartaler Säng‘r kenna heier iahr 90-jährigs begeah,
waös seit 1932 wechslnd bsetzt auf d‘r Bühne steah.

„Sitt‘ und Tracht der Aötn“,
so uns’r Zü‘, „waö m‘r erhaötn“.
„Treu dem guadn aötn Brauch“, so waö ma laäwa,
und mit unserm Wahlschpruch it blos a Lippnbekenntnis gaäwa.

„Griaß Gott“ und „Pfia Gott“ ist da Gruaß im Verein,
des is o so gmuant, und it blos zum Schein.
Mir glowa ganz fescht dra, dass an‘am Herrgott seim Säiga,
o bei uns Paartaler is ganz gwieß aös gläiga.

100 Joahr jung sin mir Paartaler hei‘r,
drum wött ma macha fiar, und mit eich a Fei‘r.
Mir hättn eich glada aö reacht herzlich ei,
seids gera aös unsre Gäscht mit dabei.

Doch is uns käima Corona in’d Quer,
mir miassn, o wenn’s uns faöt schwer,
des ganze Feschd leider kurzfrischtig vaschiawa,
und wern’s in a paar Joahr no amö prowiara.

Marching, im Fruahjoahr 2022

© Christian Schramm

15 Jahre Moasawinkler Mammendorf

15 Jahre – kein Grund eine große Feier zu veranstalten. Und doch eine gute Gelegenheit, sich zu erinnern und den 21 Gründungsmitgliedern für die Vereinsgründung dankbar zu sein.

Mit einer Jahresmesse für die lebenden und bereits verstorbenen Mitglieder des Vereins in der Pfarrkirche St. Jakobus begann der immer noch jüngste Trachtenverein in Bayern  sein Vereinsjubiläum nur mit Mitgliedern und der Kapelle „Bayrisch Blech“.

Beim anschließenden Weißwurstessen im Vereinslokal „Bürgerhaus – Zur Sonne“ konnten die drei Vorstände den Ehrenvorstand Sepp Eberle, die Ehrenmitglieder Christa Seidel und Sepp „Summerer“ Probst, sowie MdL und Moasawinkler-Mitglied Benjamin Miskowitsch, sowie einige der Gründungsmitglieder, ganz herzlich begrüßen. Auch viele Mitglieder kamen in der Vereinstracht und machten sich einen griabigen Frühschoppen. Begleitet von der Friedberger Bläsergruppe „Bayrisch Blech“ und vielen interessanten Fotos aus den vergangenen 15 Vereinsjahren, gab es Bier,  Weißwürsten und frische Brezen bei der Wirtsfamilie Lucic.

Besondere Beachtung fand auch das Video vom 1. Auftritt der Moasawinkler anlässlich der Gründungsfeier im Sept. 2007 im Neheider-Anwesen. Im Besonderen auch die Kinder- und Jugendgruppe von damals begeisterte die Anwesenden. Die jüngsten Teilnehmer vom Gründungsfest sind heute in führender Funktion bei der Jugend und den Aktiven im Verein tätig.

Bilder von Reinhard Metzger der Veranstaltung sind im Internet unter www.moaswinkler.de und in der Fotogruppe Mammendorf zu finden.

Text: Pressewart Moasawinkler
Foto: Sepp Eberle

Ehrenvorstand von Trachtenverein Almfrieden Gröbenzell verstorben

Leider ist am 24. Dezember unser langjähriges Mitglied und Ehrenvorstand Max Straßer im Alter von 81 Jahren verstorben. Nach nur wenigen Tagen im Krankenhaus wurde er von seinen Leiden erlöst.

Nach seinem Eintritt in unseren Verein 1975 war er 8 Jahre unser Schriftführer. In den 25 Jahren als 1. Vorstand von 1987 – 2012 prägte er unseren Verein ganz entscheidend mit. Für seine Verdienste für die Trachtensache wurde er 1996 vom Huosigau geehrt sowie 2002 von der Gröbenzeller Gemeinde. Neben seinem Einsatz für die Kultur und Heimatpflege spielte er auch viele Jahre Musik in der Gröbenzeller Heislmusi. Nach seiner Ablösung als erster Vorstand wurde er von uns im Jahre 2012 mit Freude zum Ehrenvorstand ernannt. Aber auch danach stand er jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung und war bei fast allen Vereinsveranstaltungen mit dabei. Leider kann er nun unser 100-jähriges Vereinsjubiläum nicht mehr mit uns feiern.

Wir bedanken uns bei Max für seine offene und ehrliche Art und die jahrelange Unterstützung. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren!

Foto und Text © Ralf Hollenbach, 1. Vorstand, Trachtenverein Almfrieden Gröbenzell

Max Straßer

Max Straßer, Ehrenvorstand †

Sorgentelefon Ehrenamt
Die Bayerischen Staatskanzlei hat zur Unterstützung bei der Durchführung von Vereins- und Brauchtumsfesten ein „Sorgentelefon Ehrenamt“ eingerichtet. 089/12 22 21 2 Ein „Sorgentelefon Ehrenamt“ gibt es auch schon in mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten.