Heimat- und Trachtenvereinigung “Huosigau” e.V.

Huosigau

Huosigau

70 Jahre H.u.T. Geltendorf

Zum Start der Huosigau-Heimattage 2019 lud der Heimat- und Trachtenverein Geltendorf am 13.4.2019 zum Festabend ein.
Fast pünktlich begann 1. Vorsitzender Wolfgang Kurz und begrüßte neben den Ehrengästen und Vereinen vor allem die Mitwirkenden des Festabends in der Turnhalle. Besonders freute er sich, dass sich darunter gleich 2 Gruppen aus Geltendorf befanden. Der Geltendorfer Dreigsang aus den Reihen des Gesangvereins, sowie die Geltendorfer Stubenmusik sorgten zusammen mit der Erlbach Musi, dem Heuwinkl Zwoagsang und der Blaskapelle Türkenfeld für einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend.

Die musikalischen Darbietungen wurden jeweils nur kurz für einen Schwank aus der Vereinschronik bzw. für ein Grußwort unterbrochen. 1. Bürgermeister Wilhelm Lehmann berichtete in seinen Ausführungen etwas zur Geschichte von Geltendorf. 1. Gauvorstand Florian Vief hatte die wohl schönste Aufgabe des Abends. Er durfte gleich drei Vereins-mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft und ihren Einsatz im Vereinsleben auszeichnen. Elisabeth Ferstl und Anneliese Schormayer erhielten das bronzene, Christa Haas das silberne Gauehrenzeichen.

Bericht und Foto © Stephan Kurz, HTV Geltendorf

Trachtlerstammtisch

Ja, so a Gaudi !

Der erste Huosigau-Stammtisch war ein voller Erfolg. Gauvorstand Florian Vief begrüßte 23 Trachtler aus unseren Gauvereinen, darunter Gauehrenmitglied Hans Schmid, am 2. April 2019 im Stüberl der Dachsbrauerei in Weilheim zu einem ungezwungenen Ratschen. Gaustandartenträger Sepp Braumiller spendierte dazu ein Stammtischtaferl mit dem Huosigauzeichen. Vergelt`s Gott auch an Markus Essig aus Frieding, der mit seiner Ziach für eine ausgelassene Stimmung sorgte. Bevor sich die Ersten nach zweieinhalb Stunden verabschiedeten, wurde gleich noch der nächste Stammtischtermin ausgemacht.

Er findet am Dienstag, den 16. Juli 2019 um 20 Uhr im Bürgerhaus, Jahnstr. 11, 82291 Mammendorf statt.

Auch dazu sind schon jetzt wieder alle Trachtler mit und ohne Funktion in ihrem Verein herzlich eingeladen.

Bericht © Monika Bösl

Mitarbeiterbildungsmaßnahme 23./24.02.2019 in Holzhausen

Alles Andere als „Standard“

Zur diesjährigen Mitarbeiterbildungsmaßnahme des Huosigau versammelten sich Jugendleiter-/innen, Vorplattler, Vortänzer und Vortänzerinnen Ende Februar in Holzhausen am Ammersee.

Gut 40 Teilnehmer aus den Vereinen sind der Einladung der Sachgebiete Jugend und Volkstanz/Schuhplattler gefolgt.

Dabei haben die Verantwortlichen auch heuer wieder ein abwechslungsreiches Weiterbildungsangebot zusammengestellt wobei es nicht nur um Brauchtum ging, sondern auch ein allgemein wichtiges Thema wie den richtigen Umgang mit dem Defibrillator. Alles andere als Standard wurde den Kursteilnehmern von Martina Regele vermittelt. Standardtänze wurden ursprünglich alle Gesellschaftstänze genannt. Mittlerweile ist es ein Sammelbegriff für den Langsamen Walzer, Tango, Wiener Walzer, Foxtrott, Slowfox und Quickstep. Zusammen mit den Lateinamerikanischen Tänzen bilden die Standardtänze einen Großteil der Tänze des Welttanzprogramms. Handwerkliche Fähigkeiten konnten die Buam und Madln beim Hemdriegel besticken beweisen. Dabei war es erstaunlich, wie viele in der kurzen Zeit komplett fertig geworden sind.

Bei Rainer und Stephan wurden die Richtlinien fürs Huosigau Wertungsplatteln- und Deandldrah´n vorgestellt und die Wertungstabellen durchgegangen. Es wurde erklärt, welche Fehler man machen kann und wie man diese den Kindern erkläre. Mit praktischen Übungen wurde eigenes Werten geübt. In der Gruppe konnte man sich austauschen, wie man Kindern das richtige Platteln und Drah´n lernt und sich selbst verbessern kann.

Nach einer Stärkung bei Backfisch und Kartoffelsalat wurde in lockerer Abfolge einiges aus dem Standard-Tanzkurs wiederholt, aber auch Plattler, Wechseltänze und gewohntes Repertoire im Speisesaal der Verwaltungsschule getanzt.

Da wir Trachtler eng mit christlichen Werten verbunden sind, durfte der Gottesdienst am Sonntagmorgen nicht fehlen – dieser wurde von Roland Happach geplant und abgehalten; gewohnterweise schön musikalisch umrahmt von harmonischen Ziach, Gitarren- und Harfenklängen.

Ein Thema, das momentan in aller Munde ist: Der Datenschutz! Anschaulich und verständlich erklärt von Helmut Luichtl, Internetbeauftragter des Huosigau bevor es nach dem Mittagessen an allgemeine Verbands- aber auch gauspezifische Themen ging.

Besonderes Augenmerk hierbei natürlich: Die Wahl der Vorplattler, Vortänzer-/in und der Gaujugendleiter-/innen.

Nach Bestätigung in der Jahreshauptversammlung werden beide Sachgebiete von folgenden Personen geführt:
1. VP Rainer Steinhart
2. VP Stephan Pfennigmann
Vortänzer Stefan Aster
Vortänzerin Sofie Albrecht

1. Gaujugendleiter Stephan Pfennigmann
stv. Gaujugendleiter Konstantin Stavrangelis und Sofie Albrecht

Danke an Alle, die zum Gelingen der diesjährigen Mitarbeiterbildungsmaßnahme beigetragen und für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt haben.

Text und Fotos © Sofie Albrecht

In Erling singts und klingts

Trotz bestem Wetter trafen sich im Erlinger Schulhaus rund 30 Kinder und Jugendliche aus dem Huosigau zum Singen und Musizieren. Das Jugendmusikseminar begann bereits um 9 Uhr früh. Zur Begrüßung gabs für die Teilnehmer und die Betreuer frische Brezen, spendiert vom Gori-Beck in Erling. Dann ging es ans gemeinsame Üben. Roland Kopf hatte bereits im Vorfeld aus den gemeldeten Teilnehmern zwei Gesangsgruppen und zwei Musikgruppen zusammengestellt.

Zum Mittagessen spendierte der Gaukassier allen Teilnehmern und Betreuern Schnitzel mit Pommes beim Erlinger Wirt. Bis 15 Uhr wurde noch an den erlernten Stückln gefeilt, dann hies es auf zum Vorspielen in der Schulaula. Dort hatten sich bereits zahlreiche Zuhörer eingefunden, die sich am reichhaltigen Kuchenbuffet des Erlinger Trachtenvereins labten. Unter den Gästen konnte Roland Kopf den Gauehrenvorstand des Huosigau Sepp Kaindl, die Gauschriftführerin Monika Bösl und Gauvolkstanzwart Stefan Aster begrüßen. Sein Dank galt insbesondere dem Erlinger Trachtenverein für die mustergültige Organisation der Veranstaltung und der Schulleitung der Carl-Orff-Schule für die Überlassung der Räume.

Bei ihren Vorträgen gaben alle das Beste, so dass es für die Kinder und Jugendlichen, aber auch für die Betreuer und vor allem für die Zuhörer ein schöner Nachmittag wurde. Eine Tanzeinlage durfte natürlich auch nicht fehlen, also tanzten die Kleinen zum gesungenen Siebenschritt der großen Singgruppe.

Text und Fotos © Hans Menzinger

Auf den Spuren der Huosi im Kloster Wessobrunn

Brauchtumsstammtisch am 17.11.2018

An einem sonnig-kalten Novembersamstag trafen sich 15 Mitglieder der verschiedenen Huosigauvereine zum Brauchtumsstammtisch. Die Spurensuche begann am „Grauen Herzog“ im Klosterhof. Sachgebietsleiter für Mundart, Brauchtum, Laienspiel Xaver Kastl begrüßte die Gruppe und übergab das Wort gleich an Herrn Albin Völk vom Kulturverein Wessofontanum. Albin Völk startete die Führung mit einem geschichtlichen Rückblick auf die Anfänge des Klosters Wessobrunn. Das Kloster ist nach neusten Erkenntnissen eine Stiftung der Huosi, um die damalige Lechgrenze vor den „wilden „Schwaben zu schützen. Anhand von Bildern konnte man die Größe der Anlage schon erahnen, aber erst durch den Begang der archäologischen Überreste der Klosterkirche und des Mönchstraktes wurde sie für die Teilnehmer sichtbar.

In seinem kurzweiligen Vortrag während der Führung ging Albin Völk unter anderem auf die Gründungslegende vom Herzog Tassilo III., den Marienwallfahrtsort und die drei heiligen Quellen ein. An den damals zweitgrößten Marienwallfahrtsort im 17. Jahrhundert erinnert heute die neu errichtete Mariengrotte und das Gnadenbild in der Pfarrkirche.

Am Quellenhaus, wo die drei heiligen Quellen entspringen, erklärte Völk die Bedeutung für Körper, Geist und Seele. Dieser uralte Kraftort ist der eigentliche Grund der Klostergründung an diesem für ein Kloster ungünstigen Standort.

Nach der Führung im freien Gelände folgte die Besichtigung des Fürstentraktes und den Jagdsaals und es wurde die Kunstfertigkeit der Wessobrunner Künstler bestaunt.

Nach einem interessanten, aber kühlen Rundgang ging es zum geselligen Teil ins Gasthaus zur Post in Wessobrunn. Im Festsaal konnte man noch die prächtige Deckengestaltung bewundern und danach die Spurensuche bei warmen Getränken und gutem Essen ausklingen lassen.

Text und Fotos Michael Promberger

Aktiv-Wertungsplatteln in Gröbenzell am 10.11.2018

„Auf geht’s nach Gröbenzell zum Wertungsplatteln!“ hieß es am Samstag, 10.11.18 für die aktiven Trachtler aus dem Huosigau. Der Trachtenverein Almfrieden hat die Ausrichtung des Aktiv-Wertungsplattlens übernommen und den ganzen Abend hervorragend organisiert. Danke an die Gröbenzeller Trachtler um 1. Vorstand Ralf Hollenbach.

Nach der Begrüßung durch Ralf Hollenbach, 2. Gauvorstand Uschi Sieber und die Gauvorplattler Rainer Steinhart und Stephan Pfennigmann ging es auch schon los. Insgesamt 101 Einzelteilnehmer und 20 Gruppen stellten sich den kritischen aber gerechten Preisrichtern aus dem Lechgau und dem Loisachtaler Gauverband. Unter hoher Konzentration beurteilten sie an zwei  Wertungskreisen den Gesamteindruck, Tracht, Taktgefühl, Schläge auf ihre Gleichmäßigkeit und landlerisches Tanzen. Auch an dieser Stelle ein herzliches Vergelt´s Gott an alle 10 Preisrichter.

Eine Besonderheit war heuer die erstmals durchgeführte separate Wertung von Gaudigruppen, die ohne spezielle Regularien vereinsübergreifend zusammengestellt werden konnten. Spontan fanden sich 9 solche Gruppen. Dabei zeigte sich eine wunderbare Gemeinschaft unter den Gauvereinen. Durchsetzen konnte sich in dieser Wertung die Gruppe „Oh-La-La“  aus den Vereinen Menzing, Dießen, Weilheim und Merching.

Groß war natürlich auch die Spannung  bei der regulären Gruppenwertung. Hier konnte sich wieder einmal der Trachtenverein D’Ammertaler Dießen / St. Georgen vor den D’Würmtaler Menzing durchsetzen.

Nicht zu vergessen ist die Leistung der Musikanten, welche den ganzen Abend gefordert waren und viele Male die verschiedenen Plattlermelodien spielten und dabei viele Treppenstufen zwischen den Kreisen zurücklegen mussten. Vergelt´s Gott! Auch an die Auswertungskommission um Gauehrenmitglied Rosemarie Sollinger und Gauschriftführerin Monika Bösl, an die Zettelbuam und Deandl und alle weiteren Helfer ein herzliches Vergelt’s Gott.

Bis spät in die Nacht wurde nach der Preisverteilung geratscht, getanzt und an der Bar auf die ein oder andere Platzierung angestoßen bevor sich alle nach einem schönen Abend auf den Hoamweg machten.

Danke an Attila Kreiszl, welcher die Fotos geschossen und zur Verfügung gestellt hat.

Nachfolgend die jeweils drei Erstplatzierten:

Buam Aktiv I

  1. Peter Burkhart, Gröbenzell
  2. Stephan Pfennigmann, Starnberg
  3. Christopher Zeiser, Gröbenzell

Deandl Aktiv I

  1. Regina Hinterbichler, Dießen
  2. Christina Eicheler, Menzing
  3. Annette Hofer, Polling und Melanie Schranner, Dießen

Buam Aktiv II

  1. Magnus Kaindl, Dießen
  2. Rainer Steinhart, Merching
  3. Stephan Kurz, Geltendorf

Deandl Aktiv II

  1. Claudia Huber, Dießen und Vroni Bellinger, Menzing
  2. Martina Korndörfer, Geltendorf

Buam Aktiv III

  1. Xaver Kastl, Weilheim
  2. Thomas Tafertshofer, Polling und Roland Happach, Raisting

Deandl Aktiv III

  1. Esther Neumaier, Menzing
  2. Christine Müller, Raisting
  3. Barbara Bittel, Polling

Buam Ehrenklasse

  1. Sepp Kaindl, Dießen
  2. Toni Leins, Wessobrunn

Gruppenwertung

  1. D´Ammertaler Dießen/St. Georgen

Gaudigruppe

  1. Oh-La-La (Menzing, Dießen, Weilheim und Merching)

 

Fotos: Attila Kreiszl

Bericht: Rainer Steinhart

Alle Ergebnisse siehe hier. bzw. auf www. Huosigau.de

Ergebnisse Aktiv 18

Einladung zum Brauchtumsstammtisch

An alle Brauchtumswarte, Vorstände und Interessierte in den Vereinen der Heimat- und Trachtenvereinigung Huosigau
Einladung zum Brauchtumsstammtisch
(Treffen des Sachgebietes Mundart, Brauchtum, Laienspiel)
am Samstag, den 17. November um 14:00 Uhr in Wessobrunn
Treffpunkt:
Im Klosterhof vor dem Römerturm bzw. der Pfarrkirche

Wir besichtigen das Kloster Wessobrunn mit einer Führung. Hierbei bekommen wir das historische Quellenhaus, die ehemaligen Klostergebäude und den Prälatentrakt zu sehen.
Anschließend führt uns Herr Albin Völk noch durch das neue Museum des Kultur- und Geschichtsvereins „Wessofontanum“. Zum Abschluss setzen wir uns zum geselligen und informativen Stammtisch im Gasthof zur Post in Wessobrunn zusammen.

Eingeladen sind alle Brauchtumswarte, Vorstände und Interessierte der Huosigau-Vereine.

Programm:
1. Besichtigung mit Führung des Kloster Wessobrunns
2. Vorstellung des neuen Museums des Vereins „Wessofontanum“
3. Gestaltung der folgenden Brauchtumsstammtische (Ideen und Wünsche sind
willkommen)
4. Fragen, Wünsche, Anregungen


Auf vollzähliges Erscheinen der Vertreter aus den Gauvereinen sowie einen interessanten und griabigen Stammtisch freuen sich:

Xaver Kastl                                                                                  Michael Promberger

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Rückmeldung an Michael Promberger mit unten stehendem Antwortbogen bis spätestens Sonntag, 11. November 2018 per Fax unter 08802-914 999 oder per E-Mail unter michael.promberger@huosigau.de.

Antwortbogen

Huosigau auf dem Weg

Klausur vom Huosigau in Holzhausen - 2018

Klausur vom Huosigau in Holzhausen – 2018

Der Gauausschuss vom Huosigau traf sich zu einer Klausur-Tagung am 15. und 16. September im Trachtenkulturzentrum Holzhausen, das einen wunderbaren Rahmen und beste Voraussetzungen für diese Tagung bietet. In konstruktiven und lebhaften Diskussionen, aber auch beim griabign Ratsch, besprachen die 17 Teilnehmer Ideen, Wünsche, Pläne und Anregungen für die nächsten fünf Jahre. Neben dem allgemeinen Ziel der Stärkung der Gaugemeinschaft, welches sich in vielen Varianten aufgreifen ließ, konnten die Verantwortlichen auch ziemlich konkrete Pläne oder Angebote an die Vereine ausarbeiten. Dazu zählen die Idee für den „Trachtler-Stammtisch“ und eine Facebook-Präsenz oder die Planung von regionalen Angeboten für Jugendproben und Hoagarten.

Daneben war auch die Arbeit im Gauausschuss Thema, die von Allen als sehr angenehme Zusammenarbeit empfunden wird. Einig waren sich alle aber auch, dass der Ausschuss möglichst schon bei den Wahlen 2019 unbedingt durch einen Verantwortlichen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ergänzt werden sollte, der vor allem als Ansprechpartner und Kontaktperson für die verschiedenen Zeitungen und Medien fungieren soll.
Im besten Sinne fühlt sich der Huosigau also gerüstet für die nächsten Jahre und ist auf dem Weg in eine Zukunft, in der Gemeinschaft erhalten und gestärkt und Zusammensein und Zusammengehörigkeit erfahren und erlebt wird.

Text Roland Kopf
Foto Magnus Happach

DAHEIM IST, WO DEIN HERZ IST!

Heimatpreis Oberbayern: Heimatminister Albert Füracker verleiht sieben weiße Porzellan-Löwen

WEILHEIM – Großer Aufmarsch in Weilheim: Albert Füracker vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat – kurz der Heimatminister – hat die Stadthalle im oberbayerischen Weilheim gut gefüllt. Bei der Verleihung des Heimatpreises für Oberbayern überreichte er siebenmal den Porzellanlöwen. Für den Huosigau haben sich die Weilheimer Goaßlschnalzer vom Heimat- und Trachtenverein Weilheim über die Trophäe gefreut, was sie auch mit starker Anwesenheit, mit Vereinsmusikanten und einer Goaßl-Einlage bekundet haben.

„Heimat ist mehr als nur ein Ort. Es ist eine Lebensart, die in den Herzen der Menschen verankert ist. Zum bayerischen Heimatgefühl gehören Weltoffenheit, Fortschritt und Traditionsliebe. Mit dem Heimatpreis werden Menschen ausgezeichnet, die zu dieser besonderen Lebensart beitragen“, erklärt Albert Füracker die Aufmerksamkeit des Heimatministeriums, das derzeit immer wieder zu Ehrenveranstaltungen einlädt. Jüngst galt die Aufmerksamkeit den regionalen Heimatschätzen in nichtstaatlichen Museen, den 100 Heimatschätzen, sowie auch den schönsten Wirtshäusern. Dieser Tage läuft die Ausschreibung an für den Wettbewerb „Gütesiegel Heimatdorf 2019 und regionale Zukunftsprojekte sowie erfolgreiche Regionalmanagements in Bayern“.

Die Preisverleihung des Heimatpreises Oberbayern in Weilheim ist für den Minister ein Höhepunkt: „Heimat bedeutet mehr als die Schaffung von wirtschaftlich perfekten Rahmenbedingungen. Erst durch gemeinsame Tradition entsteht Zusammengehörigkeit.“ Dabei setzt Füracker aber auch auf Persönlichkeiten, die sich mit Verantwortungsbewusstsein, Leidenschaft und Kreativität für den Erhalt vor allem auch der Traditionen an der Schwelle zur Zukunft einsetzen. Deshalb freute er sich über seine Talk-Runde, die ihm nach Weilheim gefolgt ist. Mit viel Witz, Schlagfertigkeit und Oberpfälzer Charme präsentierte er eine Dame, „die bis vor Kurzem keiner kannte, aber ich habe dir prophezeit, dass dich bald ganz Bayern kennt“, stellte er Michaela Kaniber vor.  Die 41-jährige bayerische Landwirtschaftsministerin hat Markus Söder im März 2018 in sein Kabinett berufen.

Auch Wasi und der Schmidt Max sind dabei

Mit auf den braunen Sesseln saßen Skirennläufer Markus Wasmeier, der sich mit Leidenschaft seinem Schlierseer Heimatmuseum widmet und sich als „Gwandträger seit früher Jugend“ outete, sowie der bayerische Fernsehstar, der Schmidt Max, der ausschließlich Bairisch spricht. Ein gutes Team, das sich Füracker aufs Podium geholt hat, denn jeder für sich steht für Heimatpflege, Brauchtum und Traditionen im Kontext mit der Gegenwart oder auf dem Weg in die Zukunft. Füracker: „Es ist mir eine Ehre, Leute zu treffen, die Bayern in die ganze Welt hinaustragen.“ Da gings um das Heimatgefühl, das Überlieferte, die Sprache, das Gwand, die Leibspeis‘ …

Die Landwirtschaftsministerin antwortete auf die Frage nach dem Heimatgefühl, dass sie etwas ausholen müsse, weil sie zwei Seelen in ihrer Brust hat: Ihre Eltern sind als Gastarbeiter aus Kroatien nach Bayern gekommen. Sie selber ist in Deutschland geboren und am Stammtisch in der Wirtschaft der Eltern aufgewachsen. Für sie ist die bairische Sprache die Heimatsprache, die auch ihre drei Töchter – neben dem Hochdeutschen – sprechen. Daneben beherrsche sie natürlich auch Hochdeutsch und Kroatisch.

Bestickte Hosenträger und Lederhosn

Markus Wasmeier äußerte sich unter anderem zum Gwand, weil er in aller Regel immer mit bestickten Hosenträgern und der Lederhosn auftritt. „Das war meine Revolte, mein Trotz“, lachte er, „nie habe ich was anderes ang’habt“, erinnerte er an seine Alleinstellung in der Stadt, wo in den 1970-ern keiner was mit Dirndl und Lederhosn am Hut hatte. Weh getan habe ihm auch der Umgang mit dem Wohngefühl. Als die schönen alten Holzmöbel rausgeschmissen und durch Resopal ersetzt worden sind, war ihm klar: „Ich will das, womit ich aufgewachsen bin, behalten und erhalten.“ Wohl der erste Gedanke, einmal museale Schätze zu sammeln.

Der Schmidt Max, den alle aus dem Fernsehen kennen, vom Dampfnudel-Blues von Bergauf-Bergab und ähnlichem, gehört er zu jenen Persönlichkeiten der öffentlichen Wahrnehmung, die ausschließlich Dialekt sprechen. Kein Wunder, meint er, seit vier Generationen betreibe seine Familie ein Standl am Viktualienmarkt, da sei er eben mit dem Dialekt, mit der bairischen Sprache aufgewachsen. Lernen könne man die Mundart nicht, „man muss sie hören und aufnehmen.“ Er sei stolz, dass man an seiner Sprache die Zugehörigkeit zur Heimat erkennt.

Apropos Heimat. Zum Schluss gings um die Lieblingsspeis‘. Während der Schmidt Max ungeniert vom Schweinsbraten und d‘ Dampfnudeln schwärmte, die bruzzeln und zischen müssen, weil sie vorher nicht fertig sind, lobte der Wasmeier die Südtiroler Spezialitäten aus der Heimat seiner Frau. Hingegen Michaela Kaniber frank und frei sagt: „Ich mag alles, außer Rosenkohl und Rosinen – schaugt‘s einfach mei Figur an.“ Fassen wir die zweistündige Diskussion mit dem Schlusswort von Albert Füracker zusammen: „Daheim ist, wo Dein Herz ist!“

Begleitet von einer starken Politiker Riege – Siehe Foto – vorwiegend aus dem Bayerischen Oberland mit Landrat Thomas Karmasin aus Fürstenfeldbruck, MdL Reinhold Bocklet, Markus Loth, Bürgermeister aus Weilheim, MdL Alex Dorow, Bezirksrätin Alexandra Bertl, Heimatminister Albert Füracker, MdL Harald Kühn und Bundestagsabgeordnetem Alexander Dobrindt haben einen Porzellan-Löwen mit heimgenommen:  Vertreter vom Bauernhofmuseum Jexhof, der  Burschenverein Putzbrunn, die Fingerhakler vom Gau Auerberg, der Holzhacker- und Flößerverein 1865 Lenggries, die Werdenfelser Bergschafzüchter und der St. Georgs-Verein Traunstein.

Text und Fotos © Beate Bentele

Termine
  • 25.05.2019 9:30Gau-Jugendwertungsplatteln Losung 9.00 Uhr
  • 10.06.2019 8:00Bayerischer Löwe
  • 22.06.2019 19:00Boarische Tanzschifffahrt auf der MS Starnberg
  • 13.07.2019 19:00Burghofsingen
AEC v1.0.4
Sorgentelefon Ehrenamt
Die Bayerischen Staatskanzlei hat zur Unterstützung bei der Durchführung von Vereins- und Brauchtumsfesten ein „Sorgentelefon Ehrenamt“ eingerichtet. 089/12 22 21 2 Ein „Sorgentelefon Ehrenamt“ gibt es auch schon in mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten.