Heimat- und Trachtenvereinigung “Huosigau” e.V.

Monatsarchive: Juli 2022

Jugendwertungsplattln Huosigau 2022

In der Kürze liegt die Würze,
wia ma so schee sogt.
Dirndlgwand, Lederhosn, Schürze
und wos ma bei uns hoid so trogt.
Zum Wertungsplattln trifft si d´Jugend
bei uns in Gröbenzell.
Zoagt ihr Bestes – plattlt, draht
ned z´langsam und ned z´schnell.
50 Kinder hom si traut,
und zoang uns wos sie kenna.
Für jeden der Applaus schee laut,
und starten in des Renna.
Dabei sein ist alles! – hoasst:
„Teilnehmen ist wichtiger als Siegen!“
de Freud´ in oller Kinder Augen,
wos konn ma Schönres kriegen?
Glückwunsch allen Bestplatzierten,
lasst´s Eich von uns loben!
Und alle Andren lasst eich sagen:
der beste Ansporn ist,
wenn´s gibt no Luft nach oben!

Text © Sofie Albrecht
Bilder © Attila Kreiszl

Ergebnisse:

Gruppe
Deandl bis 9 Jahre
Buam bis 9 Jahre
Deandl 10-13 Jahre
Buam 10-13 Jahre
Deandl 14-16 Jahre
Buam 14-16 Jahre

Einladung zum Gartenfest der Obermenzinger Vereine

Am Samstag, den 16.07.2022 veranstalten die Freiwillige Feuerwehr München, Abteilung Obermenzing, der Burschenverein Obermenzing, die Würmtaler Blasmusik e.V. und der Trachtenverein „D´Würmtaler“ Menzing e.V. ein gemeinsames Gartenfest in Obermenzing.

Das Fest findet ab 13 Uhr am Zehentstadel Obermenzing (Zehentstadelweg 6, 81247 München) statt. 

Neben vielen Schmankerl vom Grill sowie hausgemachten Kuchen bieten die Vereine ein buntes Programm an, wie z.B. Feuerwehrschauübungen und Tanzauftritte. Für die Kleinen gibt es eine Hüpfburg sowie eine Spritzwand.

Ab 19 Uhr eröffnet der Burschenverein Obermenzing die Bar mit ihren legendären Cocktails.

Der Eintritt ist frei und das Fest findet bei jedem Wetter statt!

Bereits am Donnerstag, den 14.07.2022 veranstaltet die Würmtaler Blasmusik eine Serenade am Zehentstadelgelände. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. 

Über zahlreiche Besucher freuen sich die Obermenzinger Vereine

Text und Plakat: © Andrea Menzinger

Plakat Gartenfest

Das Ehrenamt – ohne das wäre der Verein heute nicht, was er ist!

Seit 1920 haben sich bereits Menschen mit den gleichen Interessen zusammengetan und gemeinsam andere Leute motiviert den Heimat- und Trachtenverein Dießen / St. Georgen voranzubringen und aufblühen zu lassen. Es wurde gemeinsam geplattlt, gedreht und getanzt, Theater gespielt und viele Auftritte organisiert. All dies würde es nicht geben, wenn nicht immer ein paar sagen würden „Pack ma’s an!“

Im Duden wird das Ehrenamt wie folgt beschrieben: „[ehrenvolles] (besonders öffentliches) Amt, das überwiegend unentgeltlich ausgeübt wird“ (Duden online, 2022). In der heutigen Zeit gibt es immer weniger Menschen, die gerne etwas für andere unentgeltlich tun und für eine Sache Verantwortung übernehmen wollen. Oft zählt nur noch das Materielle in unserer Konsumgesellschaft. Doch warum gibt es nun ein paar, die sich freiwillig und ohne Bezahlung für andere Gleichgesinnte einsetzen?

Eigentlich ist es ganz einfach! Es sind nicht die materiellen „Auszahlungen“, die man hierfür bekommt. Engagiert man sich als Jugendleiter in der Trachtenjugend, kostet das viel Zeit und Energie. Man bereitet die Proben vor, setzt sich zusammen, und überlegt, welchen Ausflug man mit den Familien gemeinsam machen kann. Es gibt Förderanträge zu stellen, Jugendaustausche zu planen und vieles mehr. Doch dann erhascht man Momente bei einem Auftritt oder auch in einer ganz normalen Probe, in denen man bei den Kleineren, aber auch den Jugendlichen merkt: „Hey, es hat gefruchtet!“ Der Tanz, das Musikstück mit Gesang und Orff-Instrumenten als Begleitung hört sich einfach super an, die Kinder haben Spaß und lachen, die Eltern bedanken sich, dass ihre Kinder so gut aufgehoben sind! Dieses Gefühl tut unglaublich gut, die Erfahrungen, die man während des Ausführens eines Ehrenamtes mitnimmt, aber auch was man selbst für sich und sein eigenes Leben lernt, kann einem niemand mehr nehmen. Das Schöne ist, dass man – gerade in der Jugendarbeit – die Kinder und Jugendlichen eine Zeit lang ihres Lebens begleiten darf und dabei auch ein paar Samen setzen darf, die womöglich aufgehen. Man kann ihnen Werte wie Geborgenheit und Brauchtum mit auf den Lebensweg geben und vor allem generationenübergreifende Gemeinschaft. Immer wieder bekommt man zu hören: „Der Trachtenverein ist wie eine zweite Familie!“ Kinder sind immer willkommen, Erwachsene können auch noch zu späterer Zeit dazukommen und die Tänze lernen.

Und so wären wir auch gleich bei den erwachsenen Mitgliedern im Verein. Auch hier geht es nur weiter, wenn sich Menschen dafür einsetzen, die größere Jugend oder die Erwachsenen zu motivieren, ihnen neue Ziele und Tänze schmackhaft zu machen und gemeinsam auf Feste und Ausflüge zu fahren. Das Tolle ist, jeder kann sich in dem Bereich mehr entwickeln, der ihm besonders liegt oder Spaß macht. Sei es einen neuen Plattler gemeinsam zu kreieren, einen neuen Tanz auszuprobieren, neue Figuren zu einem Tanz zu entwickeln, gemeinsam Dirndl zu nähen und und und. Das heißt, keiner muss es so machen wie sein Vorgänger, jeder kann in seinem Ehrenamt seinen kleinen persönlichen Fußabdruck hinterlassen, der den Verein weiterleben lässt und prägt. Und das macht das Ehrenamt so besonders!

Text: © Nadja Lindner

Zitate, warum die Mitglieder des Dießener Trachtenvereins gerne ehrenamtlich tätig sind:

„Ich finde das Ehrenamt toll, weil es Spaß macht, sich in einer Gemeinschaft mit gleichen Zielen zu engagieren. Die sozialen Kontakte und Freundschaften, die sich entwickeln, reichen dabei weit in das Privatleben hinein. Man hilft sich und ist füreinander da. Daumen hoch für das Ehrenamt.“

„Das Ehrenamt ist toll, weil man Sinn für Gemeinschaft entwickelt, die Kraft der Gemeinschaft spürt. Man stellt Dinge auf die Beine, die alleine unmöglich erscheinen und jeder ist von sich heraus motiviert. Die Motivation ist hierbei, nicht Geld oder den Familienstatus zu erhalten. Man spürt die Loyalität und die Leidenschaft.“

„Für mich macht Ehrenamt aus, gemeinsam mit Freunden was zu schaffen. Gleichzeitig bekommt man viel mehr als Geld zurück.“

„Ehrenamt bedeutet für mich, jemandem etwas Neues zu zeigen und zu ermöglichen. Gerade im Ehrenamt mit Kindern und Jugendlichen bekommt man so viel zurück. Ich kann die Kinder in ihrer Entwicklung begleiten und ihnen wuchtige Werte mit auf den Weg geben. Aber man sieht auch, dass unser Verein für den sozialen Umgang sehr wertvoll ist. Zudem kann ich einfach alle Altersgruppen zusammenbringen und für ein Miteinander sorgen.“

„Mir persönlich hat unser Verein sehr viel gegeben. Er ist wie eine zweite Familie für mich. Und das Ehrenamt hat mich in meiner persönlichen Entwicklung sehr weit gebracht. Es hat mich reifer und selbstbewusster gemacht und ich durfte meinen Horizont erweitern und lernen, über meine Grenzen zu gehen. Das Ehrenamt gibt mir persönlich sehr viel!“

39 Ehrungen beim Trachtenverein Dießen / St. Georgen – 21 Ehrungen beim Spielmannszug

Die tragenden Säulen eines Vereins

Im März werden nach zwei Jahren Pause endlich langjährige Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins D’Ammertaler Dießen / St. Georgen geehrt. Eigentlich sollte dies schon längst geschehen sein, doch die zwei Jahre Pandemiepause machten es nicht möglich. Umso größer war die Freude, als man sich gesammelt mit Alt und Jung im März im Gasthof Drexl in Raisting traf und in einem festlichen Rahmen mit Auftritten der Trachtenjugend, der aktiven Tänzer sowie des Spielmannszugs langjährige Mitglieder, aber auch Mitglieder mit besonderem Engagement für den Verein auszeichnete.

Der Heimat- und Trachtenverein Dießen / St. Georgen besteht aus 261 passiven und aktiven Mitgliedern. Alle sind wichtig, jeder Einzelne macht den Verein aus und ohne diese Unterstützung gäbe es keine über 100 Jahre Vereinsarbeit, keine Jugendproben, keine Musiker und vieles mehr. Aus diesem Grund trafen sich alle nachmittags beim Wirtshaus Drexl. Ein wunderschöner Anblick im vollen Saal die bunten Trachten und alle Generationen endlich wieder so zusammensitzen zu sehen! Die Trachtenjugend eröffnete den Festakt mit einem lustig einstudierten Lied, dem „Sprungbrettl“, welches mit den Orff-Instrumenten begleitet wurde. Dabei musste dann doch der ein oder andere im Publikum lachen, als das Sprungbrettl am Ende bei einer kleinen Maus bricht. Andreas Huber, der erste Vorsitzende des Trachtenvereins, begrüßte im Anschluss daran alle Gäste, unter welchen auch die erste Bürgermeisterin von Dießen, Sandra Perzul, sowie ihr Stellvertreter, Roland Kratzer und die Gemeinderätin, Hanni Baur, aber auch der Gauvorstand der Trachtenvereinigung Huosigau, Florian Vief, mit einigen Ausschussmitglieder sowie Andreas Wachs, der stellvertretende Landesjugendvertreter der Bayerischen Trachtenjugend, anwesend waren. Und so wurden zunächst langjährige Mitglieder für 25, 40, 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft von Andreas und Claudia Huber, der zweiten Vorsitzenden, für ihre Verdienste ausgezeichnet. Die Bürgermeisterin unterstützte hier tatkräftig und steckte feierlich die Ehrnadeln an.

25 Jahre: Reinhard Friedl, Herbert Wammetsberger, Tanja Stranninger, Paul Patermann, Christiane Grenner, Manfred Roßmeier, Rosemarie Roßmeier, Martin Hinterbichler, Nadja Lindner, Marianne Renner.

40 Jahre: Werner Forstner, Cornelia Handl, Fritz Kemmetter, Irmgard Kemmetter, Hilde Kleiser, Claudia Huber.

50 Jahre: Werner Lukas, Frieda Schwarz, Albert Hinterbichler, Barbara Huber, Helene Kaindl.

60 Jahre: Maria Huber.

Doch nicht nur eine lange Mitgliedschaft wird belohnt. Nach weiteren lockeren Auftritten der Trachtenjugend und der aktiven Tänzer wurden verschiedene Personen zu Ehrenmitgliedern ernannt, die den Verein auf besondere Art und Weise unterstützen. Mitglieder, auf die man immer zählen kann und die immer da sind, wenn es brennt, wenn musikalische Verstärkung gefragt ist, wenn es etwas zum Aufbauen oder zum Nähen gibt. Und das sind nur ein paar sehr wenige Anlässe, die hier genannt sind. Ein großer Dank gebührt all denjenigen noch einmal in besonderem Maße:

Manfred Helmer, Annemarie Huber, Angelika Link, Helene Kaindl, Wilhelm Lukas, Brigitta Mennerstorfer, Eva Patermann, Manfred Roßmeier, Rosemarie Roßmeier, Edeltraud Scheidl, Erich Stranninger (siehe Foto).

Im Anschluss an die Ehrungen des Trachtenvereins selbst erhielten fünf Mitglieder das Gauehrenzeichen der Trachtenvereinigung Huosigau für ihre besonderen Verdienste in der trachtlerischen Vereinsarbeit. Florian Vief, der erste Gauvorstand überreichte gemeinsam mit der zweiten Gauvorständin Uschi Sieber und dem Gaukassier Wolfgang Kurz das Gauehrenzeichen in Bronze an Albert Hinterbichler, Claudia Huber und Magnus Kaindl. Das Gauehrenzeichen in Silber bekam Florian Vief, Doch auch das Gauehrenzeichen in Gold wurde verliehen. Peter Kaindl, der sehr lange in der Vereinsarbeit im Jugendbereich, aber auch in vielen anderen Bereichen tätig war und auch heute noch jeder Zeit mit seinem Wissen für Fragen zur Verfügung steht, nahm mit Stolz diese Ehrung entgegen.

Und dann kam der Höhepunkt an diesem Nachmittag. Eine kleine Überraschung, die in vollem Maße gelungen ist. Der stellvertretende Landesjugendvertreter vom Bayerischen Trachtenverband Andreas Wachs ergriff das Wort und bat unseren Jugendmusiker Albert Hinterbichler nach vorne. Dieser ist schon seit vielen Jahren in der Jugendarbeit tätig und unterstützt, wo er kann. Bei den wöchentlichen Jugendproben spielt er fast immer Ziach, wenn die Jugendleiter für ein Weihnachtsstück Verkaufsbuden brauchen, baut er diese. Geht es auf Ausflüge, ist er immer als Betreuer dabei und packt mit an. Beim Jugendwertungsplattln gibt er sein Bestes für die Kleinen und begleitet sie musikalisch bei diesem Wettkampf. Er ist also immer da, wenn er gebraucht wird. Eine Selbstverständlichkeit und Überzeugung. Aus diesem Grund erhielt Albert Hinterbichler an dem Tag die Ehrurkunde für besondere Verdienste in der Jugendarbeit in Gold überreicht. Auf das hin folgten viele Emotionen, ein langer Beifall und alle waren sichtlich gerührt.

Daraufhin zeigte auch der Spielmannszug sein Können. Im Anschluss daran fanden die Ehrungen des Spielmannszugs statt, der ebenfalls einiges nachzuholen hatte. Auch hier gibt es viele langjährige Mitglieder, sei es aktiv oder passiv, die immer gerne unterstützen, wo es geht. Florian Vief als erster Vorsitzender des Spielmannszugs Dießen überreichte voller Freude die Ehrungen.

10 Jahre:

Michael Promberger, Franz Schranner sen., Anna Schranner, Jürgen Zirch, Heidemarie Zirch

25 Jahre:

Kerstin Enzi, Hans-Peter Patermann, Martin Schuster, Waltraud Elsäßer, Reinhard Friedl, Maria Scheidl, Herbert Wammetsberger

40 Jahre:

Michael Zanantonio, Brigitte Stranninger, Irene Mathauser

50 Jahre:

Maria Nachtmann, Maria Huber, Ignaz Zanantonio, Josef Kaindl, Peter Kaindl, Helene Kaindl

Zusammenfassend kann man sagen: Das war ein absolut gelungener Ehrnachmittag. Viele Emotionen, viele Menschen, auf die der Verein stolz sein kann: 39 Ehrungen beim Trachtenverein, 21 Ehrungen beim Spielmannszug. Auf dass es in den nächsten 100 Jahren so weitergeht.

Text und Bilder: © Nadja Lindner

Ernannte Ehrenmitglieder mit den Vorsitzenden

Ernannte Ehrenmitglieder mit den Vorsitzenden

Albert Hinterbichler Ehrung in Gold für besondere Verdienste in der Jugendarbeit

Albert Hinterbichler Ehrung in Gold für besondere Verdienste in der Jugendarbeit

Gauehrenzeichen in Gold Peter Kaindl

Gauehrenzeichen in Gold Peter Kaindl

Sorgentelefon Ehrenamt
Die Bayerischen Staatskanzlei hat zur Unterstützung bei der Durchführung von Vereins- und Brauchtumsfesten ein „Sorgentelefon Ehrenamt“ eingerichtet. 089/12 22 21 2 Ein „Sorgentelefon Ehrenamt“ gibt es auch schon in mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten.